In einem Unternehmen können alle Mitarbeiter täglich bei einem Catering-Service Mittagessen bestellen. Dazu stehen an jedem Werktag eine bestimmte Anzahl verschiedener Menüs zur Auswahl.
Bisher müssen die Mitarbeiter ihre Bestellungen per Telefon oder via E-Mail zum Empfang übermitteln. Hier werden alle Bestellungen gesammelt und nach Ablauf einer Deadline (z.B. 11 Uhr) zum Catering-Service weitergeleitet. Die Menüs werden dann pünktlich zu Beginn der Mittagspause (z.B. 12 Uhr) in die Kantine geliefert und können von den Mitarbeitern verzehrt werden. Am Ende jeden Monats übernimmt die Empfangsdame die Zusammenstellung der verzehrten Menüs der Mitarbeiter leitet diese in Form einer Rechnung an die entsprechenden Personen weiter. Diese begleichen anschließend Ihre Schuld in bar.
Die Koordination der eingehenden Bestellungen sowie das Erstellen der Rechnungen nimmt einen erheblichen Teil der Arbeitszeit in Anspruch. Aus diesem Grund wurde von der Geschäftsleitung das Projekt "Catering" initiiert. Ihre Aufgabe ist es, eine Softwarelösung in Java zu realisieren, mit der Mittagsmenüs in diesem Unternehmen bestellt und abgerechnet werden können. Dabei sollen Sie alle Phasen der Softwareentwicklung durchlaufen, von der Erstellung des Lasten- und Pflichtenheftes über die Implementierung bis hin zum Test und zur Auslieferung des dokumentierten Produktes.
Der Auftraggeber des Projektes bzw. Ihr Kunde wünscht (!) sich die folgenden Produkteneigenschaften:
Damit am Monatsende die Menüs korrekt berechnet werden können, sollen die Mitarbeiter im System eindeutig identifiziert werden (z.B. durch ihre Personalnummer). Die Empfangsdame soll die Verwaltung der zur Verfügung stehenden Menüs übernehmen. Hier soll die Möglichkeit bestehen, eine elektronische Speisekarte auch für 1 bis 2 Wochen im Voraus zu erstellen. Damit könnten die Mitarbeiter vor einer Geschäftsreise oder vor einem Urlaub bereits Ihr Menü zusammenstellen.
Einerseits kann es vorkommen, dass der Catering-Service nicht ausreichend Menüs liefert, beispielsweise falls ein bestimmtes Essen "aus" ist. Andererseits kann es auch vorkommen, dass der Catering-Service ein nicht-bestelltes Menü liefert.
Einige Ihrer Kollegen legen kein besonderen Wert auf ein bestimmtes Essen. Das neue System soll eine Option beinhalten, mit der täglich automatisch ein Zufallsmenü bestellt wird. Sie haben allerdings auch Kollegen mit bestimmten Präferenzen, beispielsweise Vegetarier. Das neue System soll beispielsweise mit Hilfe von Benutzerprofilen automatisch nur Produkte anzeigen, die kein Fleisch enthalten.
In Ihrem Unternehmen sind häufig Geschäftspartner zu Besuch. Diese sollen auch in den Genuss eines Mittagsmenüs kommen. Die neue Anwendung sollte allen Anwendern automatisch Empfehlungen zu Getränken, Vorspeisen oder Desserts geben können.
Bisher musste der Rechnungsbetrag für die verzehrten Menüs eines Monats in bar bezahlt werden. In Zukunft soll die Abrechnung über die Gehaltsabrechnung durchgeführt werden. Dazu ist es notwendig, dass die Bestellungen elektronisch an das Personalbüro durch einen Datenexport übermittelt werden.
Die Geschäftsleitung spielt weiterhin mit dem Gedanken, die Software in ihr Produktportfolio aufzunehmen und anderen Unternehmen anzubieten. Überlegen Sie sich während der gesamten Anwendungsentwicklung, wie Sie weitere interessante und "verkaufsfördernde" Funktionen in Ihrem Produkt realisieren können. Bedenken Sie, dass Sie mit den anderen Gruppen in Konkurrenz stehen!
